Mein lieber Freund, seine Gesundheit spielte ihm in den letzten Monaten unerwartete, ganz üble Streiche, freute sich endlich wieder seiner Leidenschaft nachzugehen; den Tischtennisball über das Netz zu schmettern.
Nach dem Training radelte er im Dunkeln sicher nach Hause, stoppte, hob sein rechtes Bein dynamisch vorne über die Lenkstange, hängte den Fuss ein, verlor das Gleichgewicht, stürzte, stützte sich erfolgreich ab und brach sich dabei den Rücken seiner rechten Hand und den kleinen Finger. der linken Hand. Von einem Moment auf den anderen wurde mein lieber Freund in bisher banalen Alltagsaktivitäten von der Hilfe seiner Partnerin abhängig.
Das Merian Iselin-Spital untersuchte ihn, verpasste ihm Stützschienen und verpasste es schlussendlich ihn fristgerecht der Handchirurgin in Pratteln weiter zu leiten. Erst 10 Tage nach dem Unfall untersuchte ihn die Spezialistin. Sie befand, dass der Zeitpunkt einer Operationen leider verpasst wurde.
Der lädierte Pensionär muss sich gezwungenermassen mit der Tatsache abfinden, dass der Mittelfinger den Zeigefinger in Zukunft ein wenig überlappen wird.
Am letzten Sonntagnachmittag war es einer Gruppe von Kindern in Birsfelden wieder langweilig. Einmal mehr suchten sie Abwechslung, indem sie an unsere Haustüre kickten, die Klingel drückten und wegrannten.
Weil es so viel Kurzweil bot, kehrte die Gruppe zehn Minuten später zurück, um ihren Adrenalinspiegel wieder ansteigen zu lassen. In der Zwischenzeit hatte sich meine Frau im ersten Stock platziert. Mit ihrem Natel filmte sie die Jugendlichen, welche sofort Reissaus nahmen, als sie ihres unerwarteten Schauspieldebüts gewahr wurden.
Drei Tage später, ich kehrte vom Einkaufen zurück, erkannte ich einen Anführer der gelangweilten Kinderqlique. Höflich grüsste ich ihn, zeigte ihm das Video und informierte ihn, dass die Polizei Kenntnis von den Streichen habe.
Er wurde bleich, entschuldigte sich wiederholt und fragte mich, ob ich das Video jetzt löschen werde. Höflich und bestimmt verneinte ich seine Frage.
In der Zwischenzeit umringten uns seine Kollegen und wollten das Video auch sehen. Einer erkannte seinen Bruder. Höflich und bestimmt formulierte ich meine Erwartung, dass diese unbeliebten Überraschungen in Zukunft ausbleiben sollten. “Ja, ja..”, wir schauen.
Schlussendlich fragte mich der kleinste Junge der Gruppe, ob ich die Kette seines Fahrrads einhängen könnte. Das tat ich gerne, ein Merci blieb aus, bis ich bestimmt und höflich ihn auf das fehlende Puzzleteil in unserem Spiel hinwies.
Am gleichen Abend nahm ich in unserem Haus grüne Blitze wahr, sie zuckten über die Wände, die Decke hoch. Ich erschrak gehörig. Am nächsten Morgen hängen Spinnfäden vor meinem rechten Auge.
Der Augenarzt informierte mich nach ausgiebigen Untersuchungen, dass der Glaskörper meines rechten Auges im Begriff sei, sich von der Netzhaut zu lösen, dass das Ziehen an der Netzhaut diese Blitze hervorrufe, dass dies ein normaler Alterungsprozess sei, dass ich nichts dagegen unternehmen könne.
Vier Tage später bin ich dankbar, dass die Zwischenzeit erfreulich belanglos verstrichen ist.
25. Januar 2026

Wir sind nun in einem Alter, in welchem wir bewusst jeden Tag und jede schöne Situation ausleben und memorieren sollen.
In diesem Sinn: halte dich wach und bleib jung.
Lieben Gruss
Beat